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Im Jahr 1923 gründeten acht Sänger, die bis dahin in zwei Soloquartetten gesungen hatten, den Schubertbund Essen, um ihre hohen künstlerischen Ansprüche in einer größeren Formation zu verwirklichen.

Seitdem sind große Musikalität und hohe Leistungsbereitschaft unerlässliche Grundlage für jeden Sänger des Schubertbundes. Dieser Anspruch hat dem Chor im Laufe der Jahrzehnte immer wieder Sänger zugeführt, die diese Eigenschaften besaßen.

Eine weitere Voraussetzung für Spitzenleistungen sind ausgezeichnete Dirigenten. Auch heute führt mit Lothar Welzel, Dozent an der Folkwanghochschule für Musik in Essen, ein exzellenter Musiker und Musikpädagoge, den Chor.

Gastspiele führten die Sänger in viele europäische Länder sowie in die USA, nach Ägypten, Südafrika, auf die Philippinen und 1999 auf Einladung der Konrad Adenauer Stiftung nach Usbekistan mit Konzerten in Tashkent, Buchara und Samarkand. 2003 führte der Chor bei den internationalen Chorfestspielen „ Fränkische Musiktage“ in Alzenau ein lange verschollenes Oratorium von Carl Loewe „Die eherne Schlange“ wieder auf. Es folgte im Oktober 2006 eine Einladung des Glinka Musikkonservatoriums Nishnij Nowgorod ( Russland ) zur Gestaltung eines Festkonzertes zum 60-jährigen Bestehen.

Internationale Preise und Auszeichnungen wurden u.a. bei der Schubertiade in Wien ( 3. Preis ), bei den osteuropäischen Chortagen in Tampere ( 2. Preis ) und bei dem Weltfestival der Laienchöre „Eisteddfod“ in Johannesburg (1. Preis ) errungen.

Regelmäßig werden Sänger des Chores angefordert bei Opernproduktionen oder Konzertveranstaltungen der „Theater und Philharmonie Essen“ mitzuwirken – u.a. Wagners Götterdämmerung, Lohengrin, Die Meistersinger von Nürnberg, Verdis Aida und Requiem, Norma ( konzertante Aufführung ), Carl Orffs Carmina Burana, Mahlers 2. Sinfonie und nicht zuletzt Beethovens 9. Sinfonie.

Viele hochrangige Solisten waren unsere Gäste bei den jährlich stattfindenden Hauptkonzerten in Essen, so u.a. Brigitte Fassbender, Edith Mathis, Sylvia Geszty, Eugene Holmes, Daniel Washington, Peter Lagger, Hermann Prey, Emil Iwanow und Christoph Pregardien. In den Jahren 2005 bis 2009 konzertierte der Chor bei seinem Jahreshauptkonzert wieder an seiner alten Konzertstätte, der neu erbauten Philharmonie Essen u.a. mit dem Orchester der „Neuen Philharmonie Westfalen“, den Solisten Oscar Hillebrand , Nataliya Kovalova, Boris Bloch, den Wiener Sängerknaben und Michael Dries.

Neben der Pflege der Werke seines Namenspatrons zeugen Uraufführungen von Heinrich Poos, Kurt Lissmann, Harald Genzmer, Kan Ishii ( ein Schüler Carl Orffs ) und unseres langjährigen Chorleiters Arnold Kempkens von der Aufgeschlossenheit des Chores gegenüber zeitgenössischen Komponisten. Auch anspruchsvolle Werke aus dem Bereich der aktuellen Unterhaltungsmusik gehören heute zum Repertoire des Schubertbundes.

 

SCHUBERTBUND

CHORLEITER FRANZ SCHUBERT CHORSPIEGEL

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